Er bezeichnet sich selbst als „Berufsfanatiker“, und der Grund dafür lässt sich auf seine beeindruckende Liste an Kursen und Ausbildungen zurückführen. Wenn ihn etwas interessiert, möchte er alles darüber wissen. Martijn van Strien betreibt eine gut laufende Einzelpraxis für Physiotherapie, in der er die Dinge etwas anders angeht als die meisten anderen. Er behandelt Menschen mit den unterschiedlichsten Beschwerden, doch sein Herz schlägt vor allem für Spitzensportler.
Dass Martijn eine eigene Praxis hat, hat einen Grund. „Ich habe an verschiedenen Orten als Angestellter gearbeitet, aber ich bin so ehrgeizig, dass ich irgendwann feststellte, dass meine Aufstiegsmöglichkeiten dort ins Stocken gerieten. Damals stand ich vor der Entscheidung, mich in eine Sozietät einzukaufen oder mich selbstständig zu machen. Ich habe mich für Letzteres entschieden, und wenn ich noch einmal wählen müsste, würde ich es wieder so machen.“
Im Jahr 2019 eröffnete Martijn seine eigene Praxis. Aufgrund der Informationen, die er eingeholt hatte, ging er davon aus, dass es einige Jahre dauern würde, bis das Geschäft richtig in Gang käme. Er hatte sich geirrt, denn zu seiner Überraschung lief sein Unternehmen bereits nach einem halben Jahr auf Hochtouren.
Es war eine bewusste Entscheidung von Martijn, keine Verträge mit Krankenkassen abzuschließen. Das ist zwar mit Unsicherheiten verbunden, da dies bedeutet, dass seinen Klienten die Behandlungskosten nicht (vollständig) erstattet werden, für ihn jedoch ein logischer Schritt. „Der gesamte Berufsstand wird von den Krankenkassen bestimmt; sie haben eine so starke Machtposition, dass ich immer wieder damit konfrontiert wurde. Die Krankenkassen streben große Kooperationen an und schränken meine Arbeit ein. Ich möchte mich nicht mehr an ihre Protokolle halten, denn meiner Meinung nach verliert man dadurch den Einzelnen aus den Augen. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich fand Protokolle nicht unbedingt schlecht, aber sie passen einfach nicht zu der Versorgung, die ich anbieten möchte. Ich möchte meine Zeit der Behandlung widmen und auf das reagieren können, was gerade auftritt.“
Dass es genügend Menschen gibt, die seine Sichtweise schätzen, geht aus den Zahlen seiner Praxis hervor.
Andy Souwer und Martijn van Strien
Martijn beschäftigt sich nicht nur mit Physiotherapie, sondern auch mit Ernährung und Training. Darüber hinaus verfolgt er aufmerksam die Entwicklungen in den Bereichen Osteopathie und Chiropraktik; sobald sich in diesen Fachgebieten etwas Interessantes ergibt, vertieft er sich in die Materie.
In seine Praxis kommen Menschen mit den unterschiedlichsten Beschwerden, doch am liebsten behandelt Martijn (Spitzen-)Sportler. „Meine Begeisterung für diese Zielgruppe entspringt meinem persönlichen Interesse. Schon seit meiner Kindheit bin ich sehr sportbegeistert, das liegt mir wirklich im Blut. Das Schöne an der Betreuung von Spitzensportlern – insbesondere der Olympioniken – ist für mich, dass man den Unterschied zwischen Bronze, Silber und Gold ausmachen kann. Diese Zielgruppe ist äußerst kritisch, was auch verständlich ist, da ihr Sport ihre Karriere ist. Sie führen gründliche Vorabrecherchen durch und entscheiden sich in der Regel nicht für den ‚Behandler um die Ecke‘, sondern für jemanden, der ihnen in ihrem Netzwerk empfohlen wird. Dass sie zu mir kommen, betrachte ich als Bestätigung dafür, dass ich etwas richtig mache.“
Dass er gerne seinen eigenen Weg geht, macht Martijn zu einem Vorreiter. Ein schönes Beispiel hierfür ist seine Begeisterung für die myofasziale Technik. Vor Jahren hörte er zum ersten Mal davon. Bei Bol.com kaufte er alle Bücher, die er zu diesem Thema finden konnte, und vertiefte sich so in die Grundlagen dieser Technik. „Ich stellte fest, dass man in Kanada und Italien auf diesem Gebiet bereits viel weiter war. Dort betrachtete man den Körper aufgrund von Obduktionsbefunden ganz anders, als wir es gewohnt sind. Durch die Entdeckung der Faszien wurden Zusammenhänge hergestellt, die ich damals sehr interessant fand und auch heute noch finde.“
Martijn absolvierte eine Vielzahl von Kursen und Fortbildungen, um sich in diesem Bereich weiterzubilden. „Manchmal wird dies mit Skepsis betrachtet, aber ich bin fest davon überzeugt, dass die Faszienbehandlung die Zukunft hat. Wie es bei neuen Behandlungsformen immer der Fall ist, muss zunächst eine wissenschaftliche Grundlage vorliegen, bevor sie breite Akzeptanz findet, aber ich stelle durch wiederholte Tests fest, dass sie wirkt!“
Um bei einer Faszienbehandlung einen guten Halt zu haben, ist ein Gleitmittel erforderlich. Martijn verwendet hierfür seit etwa zwei Jahren die Produkte von Songbird. „Das Wachs, das ich zuvor verwendet habe, war mir doch noch zu gleitfähig, um die Faszienschichten gut gegeneinander bewegen zu können. Als dieses aufgebraucht war, habe ich gegoogelt und bin über den Fascia Shop auf Songbird gestoßen. Dass ich seitdem nie wieder die Marke gewechselt habe, spricht für meine Zufriedenheit. Wenn Sie mich fragen, gibt es kein vergleichbares Produkt auf dem Markt.“
Am liebsten verwendet Martijn das „Fascial Release Wax Super Grip“, doch für eine etwas sanftere Behandlung greift er gelegentlich auch auf das reguläre „Fascial Release Wax“ oder das klassische Massagewachs zurück.
Dass Martijn ehrgeizig ist, zeigt sich in allem, was er tut und sagt. Neben seiner Praxis führt er auch eine von ihm selbst entwickelte Produktlinie für Nahrungsergänzungsmittel. „Anfangs habe ich dies nur nebenbei betrieben, doch da meine Praxis nun so gut läuft, sehe ich Spielraum, diese Tätigkeit auszuweiten. Ich möchte gerne auch Menschen erreichen, die mich noch nicht kennen.“ Um dieses Ziel zu erreichen, wird er in Kürze einen Marketingkurs belegen, und wer weiß, was danach noch folgen wird.